Lymphdrainage

der Verfasser des hier stehenden Textes.
ich

Viel kann man nicht dazu schreiben.

Es gibt einige die diese Behandlung kennen, da sie sie selbst schon bekommen / haben oder einer in Ihren Familien- und Bekanntenkreis. Doch einige alte Ärzte trauen dieser Behandlung nicht und einige junge Ärzte kennen sie nicht. Sie habe höchstens einmal davon gehört.

Meist betrifft es Sportler und Unfallopfer mit einem Trauma oder Krebspatienten, denn es ist eine Behandlungsform, der den Abtransport von überschüssigen Gewebeflüssigkeit, die aus Ultrafiltrat (eiweißfreie Blutflüssigkeit, enthält Wasser, Salze, Vitamine und Aminosäuren), Eiweißen, Zelltrümmer und anderen  großmolekularen und großen Bestandteilen besteht, begünstigt.

Interessant ist aber seine Geschichte.

 

Seinen Ursprung hat die Lymphdrainagetherapie in den 30er Jahren, des 20. Jahrhundert, wo es in Europa zu Mangelerscheinungen an kalorie-, eiweiß- und vitaminreicher Kost kam.

Das begünstigte natürlich auch die Häufung von Infektionskrankheiten. Dazu fehlten Impfungen und Antibiotika.

Es waren nicht nur die bekannten Infektionskrankheiten sondern auch unspezifische Erkrankungen die relativ häufig waren, woran besonders Kinder und Jugendliche litten. Sie hatten rezidivierende Infekte des oberen Respirationstraktes (Atemwege), welches häufig mit chronisch geschwollenen Lymphknoten im Halsbereiches und Armwurzelbereich einhergeht.

Gut betuchte Eltern, in Nordeuropa, schickten ihr Kinder in den kalten Jahreszeiten, in den Süden. Wo sich die Eltern, durch den Einfluss von Sonne und Meer eine Heilung oder Besserung erhoffen.

Dort, an der franz. Riviera, arbeitete der dänische Dr. phil. und Physiotherapeut        Emil Vodder als Masseur.

Diese lymphatischen Patienten bekam Dr. Vodder in Behandlung, wodurch er 1932 auf die Idee kam, diese Krankheit mit eine Massage die die Lymphknoten und Lymphbahnen zu behandeln, was bis dahin medizinisch als völlig unzulässig erschien. Doch die Erfolge sprachen für sich. Er entwickelte Handgriffe für die Lymphdrainagetherapie und optimierte sie. Doch mit der Verbesserung der Nahrung, verschwand diese Behandlung in der Medizin, in die Bedeutungslosigkeit.

Daher wandte er sich an die Kosmetik.

Der Allgemeinmediziner Dr. Asdonk, lernte die Lymphdrainage, durch seine spätere Frau (1936), die als Kosmetikerin ausgebildet war, kennen.

Er interessierte sich dafür und lernte diese Griffe persönlich von Dr. Vodder.

Seine Behandlungserfolge, bei seinen Patienten mit rheumatologischen-orthopädischen Erkrankungen, überraschten ihn. Dieses ermutigte ihn, sich intensiver mit dieser neuen Therapieform zu widmen und er gründete 1967 in Essen die "Gesellschaft für manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder".

Woraus dann die "Deutsche Gesellschaft für Lymphologie" hervor ging.